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Heilquellen in Marienbad

Sauerbrunnen und Naturgas

Marienbad, mit über 40 kalten Mineralquellen in der Stadt und über 100 in der Umgebung ist wohl was die Dichte betrifft, eine der quellenreichsten Regionen Europas. Eine einzigartige geologische Besonderheit ist, dass diese Quellen, auch wenn sie teilweise nur wenige 100 Meter auseinanderliegen, ganz unterschiedliche chemische Zusammensetzungen besitzen, was auf die geologische Topographie des Gebietes in und um Marienbad zurückzuführen ist. Da ist es wenig verwunderlich, dass die verschiedenen Quellen bestens als Trinkkuren, Mineralbäder und zur Inhalation zur Behandlung der verschiedensten Leiden verwendet werden können. Allen Heilquellen gemein ist, dass es sich um sog. Kalte Sauerbrunnen handelt, die die Erde mit einer Temperatur von ca. 7 bis 10°C verlassen.

Die wichtigsten Heilquellen stellen wir Ihnen kurz vor:

Kreuzquelle

Die Kreuzquelle befindet sich in einem eigenen tempelartigen Pavillion in unmittelbarer Nähe der Kurkolonnade. Ihre Leistung beträgt 1,1 l/min. Sie gehört chemisch zu den salnisch-alkalische-muriatischen Säuerlingen. Erstmals erwähnt wurde die Quelle im Jahr 1749 und zur damaligen Zeit wurde aufgrund ihrer Heilwirkung viel über sie geschrieben. Das Wasser der Kreuzquelle ist sehr stark mineralisiert und schmeckt salzig. Es wirkt stuhlgangfördernd und wird in erster Linie zur Trinkkur verwendet. Therapeutische Wirkung entfaltet das Wasser der Quelle bei Erkrankungen des Verdauungstrakts (Magen, Darm, Gallenblase, Leber, Bauchspeicheldrüse), Stoffwechselerkrankungen (Fettsucht, Gicht, Diabetis mellitus) und bei allergischen durch Verdauungsstörungen verursachten Erkrankungen.

Ferdinandquelle

Die Ferdinandquelle befindet sich im Kurpark in der sehenswerten Ferdinand-Kolonnade. Ihre Leistung beträgt 15 l/min. Sie ist die älteste Quelle Marienbads. Eigentlich handelt es sich bei der Ferdinandquelle um acht einzelne Wasseraustritte, die Ferdinand I bis VIII genannt werden und eine sehr ähnliche chemische Zusammensetzung wie die Kreuzquelle besitzen und hat ebenfalls einen sehr salzigen Geschmack haben. Die Ferdinandquelle hat ist stark mineralisiert, u.a. mit Glaubersalz und gehört ebenfalls zu den salnisch-alkalische-muriatischen. Das Wasser der Quelle Ferdinand I wird ausschließlich zur Trinkkur, das Wasser der Quelle Ferdinand VI, das im Unterschied zu den anderen Quellen über einen geringeren Mineral- und Eisenanteil und dafür über mehr CO2 verfügt, fast ausschließlich zur Abfüllung des Mineralwassers „Excelsior“ und das Wasser der übrigen Quellen für CO2-Bäder verwendet.

Waldquelle

Die Waldquelle liegt in einem für sie errichteten Pavillon in einem Waldpark am Rande von Marienbad und wurde bereits im 17. Jahrhundert erstmalig erwähnt. Ihre Leistung beträgt 20 l/min. Die Waldquelle gehört zu den alkalische-salnischen-muriatischen Säuerlingen. Das Wasser wird sowohl zur Trinkkur als auch für Inhalationen oder zum Gurgeln verwendet. Therapeutische Wirkung entfaltet die Quelle bei Erkrankungen der oberen Atemwege, Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts sowie Urologischen Erkrankungen (z.B. Harnsteinen).

Rudolfquelle

Die Rudolfquelle gehört zu den eisenhaltigen erdigen Säuerlingen und ist wohl die bekannteste Marienbader Quelle, die Marienbad den Ruf einbrachte, das man dort damit Harnwegerkrankungen heilen könne. Ihre Leistung beträgt 7,8 - 13,8 l/min. Das Wasser hat einen ausgesprochen hohen Kalziumgehalt, was mithin das Kalzium-Magnesium-Verhältnis von 5:4 bewirkt. Es wirkt entzündungshemmend. Therapeutische Wirkung entfaltet das Wasser der Quelle in der Behandlung von Erkrankungen der Nieren und Harnwege. Es wird auch als Ergänzungstherapie bei der Behandlung von Osteoporose eingesetzt. Für Patienten mit Oxalat- und Phosphat-Nierensteinen ist die Rudolfsquelle ungeeignet.

Ambrosiusquelle

Die Ambrosiusquelle gehört zu den eisenhaltigen erdigen salnischen Säuerlingen. Ihre Leistung beträgt 11 l/min. Das Wasser dieser Quelle wird als Heilwasser getrunken aber auch für Bäder genutzt. Den Wasseraustritt dieser stark eisenhaltigen und schwach mineralisierten Quelle erkennt man leicht an der rostigen Farbe, die sich um die Austrittsstellen herum bildet. Therapeutische wird die Quelle zur Behandlung von Blutarmut und Erkrankungen der Harnwege insbesondere bei Lithiase (Gallensteinen) verwendet.

Karolinaquelle

Die im Jahr 1870 nach der Ehefrau von Kaiser Franz Josef I. benannte Karolinaquelle liegt in der Nähe der Kurkolonnade und besitzt eine sehenswerte Kolonnade. Ihre Leistung beträgt 20 l/min. Die Karolinenquelle ist ein schwach mineralisierter Sauerbrunnen. Sie hat einen hohen Magnesiumgehalt, das Verhältnis zum Kalziumanteil beträgt 2:5. Die Quelle wurde ursprünglich zusammen mit der Ambrosiusquelle für Mineralbäder im Neuen Bad genutzt, heute jedoch auch für die Trinkkur verwendet. Therapeutische Wirkung zeigt die Quelle bei Urologischen Erkrankungen und bei der Behandlung von Nierensteinen.

Marienquelle

Diese Quelle gab Marienbad seinen Namen. Aus dieser Quelle, die unter dem Zentralbad (dem heutigen Hotel Centralni Lazne) liegt wird nicht primär Wasser sondern natürliches Heilgas mit einem CO2-Anteil von 99,7 % (das sog. Mariengas) gewonnen, das für trockene Gasbäder und Gasinjektionen verwendet wird.

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